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Archive for Juli 2015

Tagesspiegel und Potsdamer Neueste Nachrichten spekulieren auf Mahlers Tod

22. Juli 2015 20 Kommentare

Der für den berliner Tagesspiegel und die Potsdamer Neuesten Nachrichten tätige Reporter Alexander Fröhlich spekuliert offen auf den bevorstehenden Tod Horst Mahlers. In der ersten Meldung, die der Tagesspiegel den aktuellen Vorgängen um Mahler überhaupt widmet, behauptet Fröhlich, dass sich die Polizei um die Sicherheitslage nach Mahlers Tod sorge und „erste Vorbereitungen“ treffe.

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Im Zuge seiner „Recherchen“ hat Fröhlich auch die Familie von Horst Mahler kontaktiert und im Gespräch zahlreiche Details  über das fragwürdige Agieren der Justizbehörden und des Pflichtverteidigers erhalten. Keine dieser Informationen hat Fröhlich aufgegriffen. Entsprechende Anmerkungen zu dem auf tagesspiegel.de erschienenen Artikel, die von der Familie an das Leserforum gepostet wurden, werden – anders als zahlreiche ehrverletzende Schmähkommentare – von tagesspiegel.de nicht veröffentlicht. Eine Erklärung für die Unterdrückung der nachfolgend dokumentierten Stellungnahme der Familie wird weder von Alexander Fröhlich selbst, noch von tagesspiegel.de gegeben.

Der im Tagesspiegel Forum nicht freigeschaltete Kommentar der Familie im Wortlaut:

Einige Ergänzungen aus 1. Hand
„Brandenburgs Sicherheitsbehörden bereiten sich auf den Tod des Neonazis und bekanntesten Holocaustleugners der Bundesrepublik Horst Mahler vor.“

Interessant, dass hinter den Kulissen eine solche Unruhe herrscht. Davon kriegen wir, Horst Mahlers Familie, nämlich überhaupt nichts mit. Sowas erfahren auch wir erst aus der Zeitung, von Alexander Fröhlich.

Herr Fröhlich hat heute nicht nur bei den brandenburgischen Sicherheitsbehörden nachgefragt, sondern auch die Familie telefonisch kontaktiert und in einem längeren Gespräch jede Menge Informationen aus 1. Hand erhalten. Brisante Informationen über die Ereignisse der letzten Wochen. Informationen, die 1. leicht nachprüfbar und 2. von öffentlichem Interesse sind. Informationen, die auf schwerste Rechtsbrüche der Justizbehörden und – besonders pikant – des Pflichtverteidigers zum Nachteil Horst Mahlers hinweisen.

Nichts davon findet Erwähnung in Fröhlichs Berichterstattung. Er hat auch gar nicht nachgefragt. Das hat ihn überhaupt nicht interessiert. Statt dessen hat er sich brennend dafür interessiert, ob und wie die Familie „das zu erwartende Ableben Mahlers“ zu kommunizieren gedenke. Die Frage erschien uns zunächst nur geschmacklos, ihr Hintergrund hat sich uns nicht sogleich erschlossen. Jetzt, nach der Lektüre von Fröhlichs Artikel über die (Vor-) Sorge vor möglichen „rechtsextremen Gedenkaufmärschen“  haben wir verstanden.

Alexander Fröhlich mag das, was er hier abgeliefert hat, „Journalismus“ nennen. Wir nennen es Manipulation.

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Fuss amputiert – Mahlers Zustand nach Operationen stabil

14. Juli 2015 14 Kommentare

Nachdem am Montag bei einer ersten Operation an Horst Mahlers linkem Fuss festgestellt wurde, dass dieser infolge einer Sepsis und einem Erysipel (Wundrose) am Unterschenkel bereits abgestorben war, wurde am heutigen Dienstag in einer weiteren Operation der Fuss und ein Teil des Unterschenkels amputiert.

Mahler hat die Operation nach Mitteilung seiner Familie gut überstanden. Sein Zustand ist stabil.

Horst Mahler war am 29. Juni in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Brandenburg zusammengebrochen. Zunächst war Mahler in das der JVA benachbarte Asklepios Klinikum gebracht worden. Die Justizverwaltung bestand jedoch auf die erneute Inhaftnahme des Erkrankten und veranlasste bereits einen Tag darauf die Verlegung in die Haftstation des städtischen Krankenhauses Brandenburg, wo er trotz der zu dieser Zeit herrschenden heissen Witterung in einem nicht klimatisierten Krankenzimmer eingeschlossen und mit einem absoluten Besuchsverbot belegt wurde. Begründet wurde dies mit der von den Anstaltsärzten der JVA attestierten, vermeintlich deutlichen Besserung seines Gesundheitszustands, der eine baldige Rückverlegung in den Regelvollzug erwarten liesse.

Nur zwei Tage später wurde Mahler nach Intervention der behandelnden Ärzte des Klinikums wegen einer erheblichen Verschlechterung des Zustands seines linken Beins auf eine Intensivstation der medizinischen Fachabteilung verlegt. Nach anfänglichen Komplikationen konnte der entzündliche Prozess eingedämmt werden, so dass weitere therapeutische Massnahmen ergriffen werden konnten, in deren Folge die Unabwendbarkeit der Amputation des Fusses festgestellt wurde.

Gegenwärtig prüft die Haftanstalt, ob wegen Horst Mahlers Gesundheitszustand eine Haftunterbrechung zu beantragen ist oder eine erneute Verhaftung angeordnet wird.

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>>Behandlungsstand unverändert<< – Die schweizer Weltwoche über Horst Mahler

13. Juli 2015 1 Kommentar

In der aktuellen Ausgabe der schweizer „Weltwoche“ ist eine bemerkenswerte Reportage über den Fall von Horst Mahler erschienen, den wir hier mit der freundlichen Genehmigung des Autors exklusiv zur Verfügung stellen können.

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Wir fordern dazu auf, die Printausgabe der aktuellen Ausgabe zu kaufen.

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Mahlers Zustand weiter sehr ernst – In medizinische Fachabteilung verlegt

8. Juli 2015 2 Kommentare

Nach dem Erscheinen erster Presseberichte über die Erkrankung Horst Mahlers veranlasste die Anstaltsleitung der JVA Brandenburg am gestrigen Dienstag eine erste Erleichterung des Haftregimes: Mahler wurde aus dem überhitzten, unklimatisierten Krankenzimmer, in das er eingeschlossen war, in ein größeres, etwas besser ausgestattetes Zimmer verlegt. Auch das rigide Besuchsverbot wurde dahingehend gelockert, daß seiner Ehefrau das Recht auf mehrmaligen Besuch während der Woche eingeräumt wurde.

Mahler leidet u.a. an den Folgen einer akuten Sepsis, die möglicherweise von einer Wundrose (Erysipel) herrührt, die sein linkes Bein befallen hat. Ursache der Erkrankung ist ein unzureichend behandelter Diabetes.

Wegen des nach wie vor besorgniserregenden Zustands wurde Mahler am heutigen Mittwoch aus der Haftabteilung des städtischen Klinikums Brandenburg in eine medizinische Fachabteilung verlegt, die nicht zur JVA Brandenburg gehört. Dort haben Familienangehörige nahezu normale Besuchsmöglichkeiten, wie sie in Krankenhäusern üblich sind.

Die Infektion des linken Beins ist nach Einschätzung der Ärzte zwar nicht unmittelbar lebensgefährlich, jedoch ist das Erysipel augenscheinlich fortschreitend, so dass die Gesamtsituation weiterhin sehr ernst ist und einen tödlichen Ausgang möglich erscheinen lässt.

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Pressemitteilung der Familie von Horst Mahler

3. Juli 2015 1 Kommentar

Horst Mahler lebensgefährlich erkrankt – JVA Brandenburg verhängt Kontaktsperre

Horst Mahler, 79, wurde am vergangenen Dienstag, dem 29.06.2015 mit schwersten, akut lebensbedrohlichen gesundheitlichen Problemen von der JVA Brandenburg, wo er im geschlossenen Vollzug eine mehr als 10-jährige Freiheitsstrafe wegen Volksverhetzung und Holocaust-Leugnung absitzt in das der JVA benachbarte Asklepios Klinikum eingeliefert. Zunächst bestand Verdacht auf einen Schlaganfall. Es stellte sich jedoch heraus, dass er an einer schweren Sepsis leidet. Er wurde sofort auf die Intensivstation gebracht, da akute Lebensgefahr bestand. Sein Zustand konnte zwar stabilisiert werden, die gegebenen Antibiotika hatten nach 24 Stunden eine leichte Besserung der Blutwerte bewirkt, der Gesamtzustand blieb aber weiterhin kritisch.

Die leichte Besserung wurde von der Anstaltsleitung der JVA zum Vorwand genommen, Mahler am gestrigen Donnerstag aus dem Asklepios Klinikum in die sog. Bettenabteilung des Haftkrankenhauses der JVA zu verbringen. Dieser drastische Schritt kam für seine Familie völlig überraschend. Im Asklepios Klinikum war es den Familienangehörigen zunächst möglich, ihn ohne bürokratischen Aufwand mehr oder weniger spontan auf der Intensivstation zu besuchen.

Durch die Verlegung ins Haftkrankenhaus ist jeglicher Kontakt seiner Familie zu Horst Mahler abgeschnitten. Es besteht absolutes Besuchsverbot und auch telefonischer Kontakt ist untersagt. Der Hinweis auf die Möglichkeit Briefe zu schreiben ist angesichts seines Zustands wohl nur als theoretisch zu werten und entbehrt nicht eines gewissen Zynismus. Der ärztliche Bericht zur Verlegung ins Haftkrankenhaus wird der Ehefrau Horst Mahlers, die über eine notariell beglaubigte Generalvollmacht sowie eine Patientenvollmacht verfügt, trotz dringender Aufforderung, weder von der Asklepios-Klinik, noch von der JVA Brandenburg ausgehändigt.

Bei der Familie ist das Lagebild entstanden, dass die Anstaltsleitung offen feindselig agiert und Horst Mahler gezielt in eine Situation der Isolation und Wehrlosigkeit versetzt hat. In dieses Bild passt die aktuelle, sehr aggressive Stellungnahme der Anstaltsleitung gegen eine mögliche Aussetzung der Strafe nach Verbüßung von 2/3 der Haftzeit. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Justiz seit einiger Zeit generell eine Linie der Nichtbeachtung von Mahlers Eingaben, Klagen und Beschwerden verfolgt – es erfolgt schlicht keine Reaktion.

Wir als Familie fordern die unverzügliche Untersuchung Mahlers durch eine unabhängige Ärtzekommission mit dem Ziel der Feststellung der Haftunfähigkeit und der sofortigen Aussetzung des Vollzugs.

Berlin/ Klein Machnow, 03.07.2015

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Mahler überraschend von Intensivstation ins Haftkrankenhaus verlegt

2. Juli 2015 1 Kommentar

Trotz seines nach wie vor kritischen Gesundheitszustands wurde Horst Mahler am Donnerstag überraschend von der Intensivstation des Asklepios Klinikums in das Haftkrankenhaus der JVA Brandenburg verbracht. Mahler leidet an einer aktuen Sepsis, die Folge eines unzureichend behandelten Diabetes ist. Bereits am Mittwoch gab es Hinweise darauf, dass die Anstaltsleitung der JVA Brandenburg den Gefangenen schnellstmöglich aus dem zivilien Asklepios Klinikum ins Haftkrankenhaus der JVA Brandenburg verlegen wollte. Nur durch Intervention beim Vollzugsleiter konnte durch Hinweis auf den lebensbedrohlichen Zustand der Erkrankung die sofortige Verlegung abgewendet werden. Während im Asklepios Klinikum Angehörige die Möglichkeit hatten Mahler am Krankenbett zu besuchen, gilt im Haftkrankenhaus ein absolutes Besuchsverbot. Auch Telefongespräche sind nicht möglich. Es ist derzeit unklar, wann Mahler das Haftkrankenhaus verlassen kann.

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